WWR-Piloten bauen ihr Punktekonto aus
Lucas Auer und Maro Engel fahren ihre Mercedes-AMG GT3 im ersten Lauf des DTM-Wochenendes in Zandvoort/NL auf die Schlussränge 5 und 11.

Das Mercedes-AMG Team WINWARD hat im Samstagsrennen der dritten DTM-Saisonveranstaltung 2024 im niederländischen Zandvoort weitere wichtige Punkte für die Meisterschaft gesammelt. Vom fünften Startplatz ins Rennen gegangen, brachte Lucas Auer (29, Kufstein) den unter der Bewerbung des Mercedes-AMG Team MANN-FILTER laufenden Mercedes-AMG GT3 auf derselben Position ins Ziel. Teamkollege Maro Engel (38, Monaco) arbeitete sich im in den Farben von „130 Jahre Mercedes-Benz Motorsport“ und RAVENOL designten Schwesterauto nach missratenem Qualifying wacker nach vorne und verpasste eine Top-10-Platzierung am Ende nur denkbar knapp. In der Tabelle rangiert der gebürtige Münchner nur neun Punkte hinter dem Gesamtführenden weiterhin aussichtsreich an fünfter Stelle.
Für Auer verlief der erste Durchgang auf dem 4,3 Kilometer langen Dünenkurs vergleichsweise ereignisarm. Zwar büßte der Tiroler in der dritten Runde im Zweikampf eine Position ein, gewann diese aber durch einen einmal mehr bärenstarken Pflichtreifenwechsel der WINWARD Crew wieder zurück und fuhr den fünften Rang in der Folge souverän nach Hause. „Das Rennen lief prima, wir hatten eine gute Strategie und einen sehr flotten Boxenstopp“, berichtete Auer. „Für einmal war ich heute nicht in viele Zweikämpfe verwickelt, weil ich nach vorne und hinten Luft hatte. Ich würde sagen, es war ein solides Rennen, das auch für morgen zuversichtlich stimmt.“ In der Gesamtwertung liegt „Luggi“ mit 18 Punkten Rückstand auf dem zehnten Zwischenrang.
Eher ernüchtert kommentierte Maro Engel den ersten Renntag im niederländischen Nordseebad. In einem Qualifikationstraining, in dem sich ab Platz 2 nicht weniger als 17 GT3-Fahrzeuge in genau einer halben Sekunde ballten, fand sich der Wahl-Monegasse nur in der vorletzten Startreihe wieder. Im Rennen war Engel gewohnt stark unterwegs und arbeitete sich auf der als eher überholfeindlichen geltenden Rennstrecke von Zandvoort um sieben Positionen nach vorne. „Wir haben Schadensbegrenzung betrieben“, konstatierte der Routinier. „Von hinten auf P11 vorzufahren, war gut. Und weil alle in der Meisterschaft vorne liegenden Piloten keinen guten Tag erwischt haben, sind wir auch in der Gesamtwertung nach wie vor gut im Rennen. Aber wir müssen verstehen, was da im Qualifying vor sich geht. Die Pace war schon das ganze Wochenende über nicht gut, und das auf einer meiner Lieblingsstrecken, auf der ich letztes Jahr noch ein Rennen gewonnen habe. Das müssen wir analysieren.“
WWR-Teamchef Christian Hohenadel war mit der Leistung seiner Mannschaft einverstanden: „Beide Piloten sind ein fehlerfreies Rennen gefahren, die Boxencrew hat zwei starke Stopps hingelegt. Da gibt es wenig zu kritisieren. Der Startplatz ist das alles Entscheidende in dieser Meisterschaft. Maro hat es bewiesen. Mit seinen Rundenzeiten hätte er auch an der Spitze mithalten können. Dort wo du startest, fährst du auch. Also müssen wir zusehen, dass wir uns weiter vorne qualifizieren.“
Da einige DTM-Piloten morgen Vormittag in Le Mans ihre Pflicht-Testrunden für den 24-Stunden-Klassiker am kommenden Wochenende absolvieren und danach umgehend wieder zurück in die Niederlande reisen müssen, wird der zweite Lauf in Zandvoort ausnahmsweise erst um 16.30 Uhr gestartet. Die WWR-Piloten gehen von den bereits am Freitagabend herausgefahrenen Startpositionen 7 (Auer) und 12 (Engel) ins Rennen. Trotz des ungewohnten Zeitplans übertragen ProSieben und ran.de auch die komplette Action live und in voller Länge.
