Zwei Top-10-Positionen für WINWARD Racing
Die WWR-Piloten Maro Engel und Lucas Auer steuern ihre Mercedes-AMG GT3 im DTM-Sonntagsrennen auf dem Lausitzring auf die Positionen 7 und 10.

Zwar gelang die Wiederholung des fantastischen Vortags-Ergebnisses mit den Rängen 2 und 4 nicht ganz, dennoch hat sich das Mercedes-AMG Team WINWARD auch im zweiten Durchgang des DTM-Wochenendes auf dem Lausitzring gut in Szene setzen können. Wie am Samstag legte Maro Engel (38, Monaco) eine grandiose Aufholjagd hin und arbeitete sich im in den Farben von „130 Jahre Mercedes-Benz Motorsport“ und RAVENOL designten Mercedes-AMG GT3 vom 20. bis auf den siebten Rang nach vorne. Teamkollege Lucas Auer (29, Österreich) kam im unter der Bewerbung des Mercedes-AMG Team MANN-FILTER laufenden Schwesterauto als Zehnter ins Ziel und sammelte damit ebenfalls weitere wichtige Punkte für die Meisterschaft.
Wie in Lauf 1 waren es eine starke Rennpace und eine perfekte Boxenstrategie, die Maro Engel den Vormarsch ermöglichten. Angesichts anhaltend guter Rundenzeiten entschieden sich der Wahl-Monegasse und sein portugiesischer Renningenieur Mauricio Moreira dazu, einen so genannten „Overcut“ zu versuchen, also länger mit dem ersten Reifensatz auf der Piste zu bleiben als die direkte Konkurrenz. Diese Strategie-Variante zahlte sich aus, zumal die WWR-Boxencrew einmal mehr zwei tadellose Pflichtreifenwechsel hinlegte. Nach dem Schließen des Boxenstopp-Fensters nahm der gebürtige Münchner den achten Rang ein, überholte dann einen weiteren Konkurrenten und parierte dessen Attacken gekonnt bis ins Ziel.
„Ich denke, wir haben aus einem herausfordernden Wochenende das Maximum herausgeholt“, fasste Engel zusammen. „Mein Dank gilt vor allem meiner Crew, und das nicht nur wegen der tollen Boxenstopps in beiden Rennen. Nachdem wir heute Morgen ein Problem an meinem Auto festgestellt hatten, mussten die Mechaniker zum Rennen die Vorderradaufhängung tauschen. Im Rennen hat sich das Auto dann wieder normal angefühlt, sodass ich attackieren konnte. Das hat uns den Overcut überhaupt erst ermöglicht. Ich bin happy mit dem siebten Platz, wobei uns bewusst ist, dass viel Arbeit vor uns liegt.“
Nicht vom Rennglück verfolgt bleibt derweil Lucas Auer. Beim fliegenden Start von seinem schlecht weggekommenen Vordermann blockiert, verlor der Tiroler vier Positionen, von denen er zwei noch in der Startrunde wieder wettmachen konnte. In der Folge sortierte sich die „MANN-FILTER Mamba“ im Lausitzring-typischen D-Zug ein, in dem zunächst kein Vorkommen möglich schien. Daher entschieden sich Auer und sein Fahrzeugingenieur Thomas Gleibs zu einem „Undercut“-Versuch, also einem sehr frühen Boxenstopp mit dem Ziel, den gelb-grünen Mercedes-AMG GT3 aus dem Verkehr zu holen. Diese Variante erwies sich in der Nachbetrachtung als weniger effektiv als der späte Stopp Engels, sodass sich der gesundheitlich angeschlagene „Luggi“ nach dem Schließen des Boxenstopp-Fensters hinter dem Stallgefährten wiederfand.
„Toughes Qualifying, toughes Rennen“, kommentierte Auer. „Am Start kam Thiim vor mir nicht weg, sodass ich einige Plätze verloren habe. Die Strategie mit dem frühen Stopp hat leider nicht gut funktioniert, obwohl die Reifenwechsel allesamt erste Sahne waren. Insgesamt waren wir einfach nicht schnell genug.“
WWR-Teamchef Christian Hohenadel fand an der Leistung seiner Mannschaft nichts auszusetzen: „Wir haben hier aus unserem Paket herausgeholt, was möglich war. Ich wüsste nicht, was wir als Team hätten besser machen können. Strategien, Boxenstopps, die fahrerischen Leistungen – alles hat aus meiner Sicht gepasst. Mehr ging einfach nicht.“
Die nächste Chance zu einem Top-Ergebnis bietet sich dem Mercedes-AMG Team WINWARD schon in zwei Wochen im niederländischen Zandvoort. Vor allem Maro Engel hat nach seinem Vorjahressieg beste Erinnerungen an den bei Fans wie Fahrern gleichermaßen beliebten, nur wenige Meter von der Nordseeküste entfernt in die Dünen eingebetteten Grand-Prix-Kurs.
