WINWARD Racing
TeamFahrerRennserienNewsShopPartnerKontakt
EnglishInstagramYouTubeTikTokFacebook

WINWARD Racing trotzt den Wetterkapriolen

Die WWR-Piloten Maro Engel und Lucas Auer steuern ihre Mercedes-AMG GT3 im Samstagsrennen der DTM auf dem Lausitzring auf die Positionen 2 und 4.

Mit einer perfekten Strategie, starker Boxenarbeit und überzeugenden fahrerischen Leistungen hat das Mercedes-AMG Team WINWARD bei widrigen äußeren Bedingungen das Samstagsrennen auf dem Lausitzring auf den Positionen 2 und 4 beendet und damit im dritten Saisonrennen den zweiten Podestplatz eingefahren. Nur aus der siebten Reihe gestartet, fuhr Maro Engel (38, Monaco) im in den Farben von „130 Jahre Mercedes-Benz Motorsport“ und RAVENOL designten Mercedes-AMG GT3 bis auf den zweiten Rang nach vorne. Teamkollege Lucas Auer (29, Österreich) machte im unter der Bewerbung des Mercedes-AMG Team MANN-FILTER laufenden Schwesterauto vier Positionen gut und kam als Vierter ins Ziel.

Eine tragende Rolle im wegen des Eishockey-WM-Halbfinales zwischen Tschechien und Schweden erst um 17 Uhr gestarteten Rennen spielt das Wetter. Bereits in der zweiten Runde begann es im Bereich von Start und Ziel zu tröpfeln, drei Umläufe später setzte ein Platzregen den 3,4 Kilometer langen Kurs unweit von Dresden komplett unter Wasser.

Die WWR-Strategieabteilung reagierte blitzschnell und rief den nach einem Startgetümmel nur auf der 19. Position fahrenden Maro Engel zum Wechsel auf Regenreifen an die Box. Eine Runde später bekam auch Lucas Auer profilierte Pneus aufgesteckt. Die gelungene Strategie und zwei superschnelle Stopps spülten die WWR-Boliden auf die Ränge 2 (Engel) und 7 (Auer) nach vorne. Allerdings wurde der Regen in der Folge so stark, dass die Rennleitung in Runde 8 das Safety Car auf die überschwemmte Piste schickte, um das Rennen einen Umlauf später mit der Roten Flagge zu unterbrechen.

Nachdem ein erster Restart-Versuch wegen erneut stärker werdenden Regens gescheitert war, wurde das Feld nach mehr als halbstündiger Unterbrechung um kurz nach 18 Uhr wieder auf die Reise geschickt. Und auch während der noch übrigen 33 Rennminuten traf die WINWARD-Mannschaft gute Entscheidungen.

Diesmal war es Luggi Auer in der MANN-FILTER Mamba, der als Erster zum obligatorischen Pflichtboxenstopp gerufen wurde und mit neuen Regenreifen in der Folge voll attackierte. Maro Engel wurde bis kurz vor dem Schließen des Boxenstoppfensters auf der immer stärker abtrocknenden Bahn belassen, um sich eventuell die Option eines Wechsels auf Slicks offenzuhalten. Schließlich wurden am Renner mit der Startnummer 130 aber nochmals Regenreifen montiert. Und obwohl die Trockenreifen in den letzten Minuten deutlich schneller waren, erwies sich dies als die richtige Entscheidung. Engel fuhr seinen zweiten zweiten Rang in Folge sicher nach Hause.

„Von hinten so weit nach vorne zu kommen, ist fantastisch“, freut sich der gebürtige Münchner. „Mein Dank gilt meinem Renningenieur Mauricio Moreira, der mich im richtigen Moment an die Box geholt hat, und meiner Crew, die einen Superstopp hingelegt hat. Das und unsere gute Performance im Regen waren der Schlüssel zum Podestplatz. Nun liegt der Fokus auf morgen, wo wir versuchen werden, ein gutes Qualifying hinzulegen. Dann ist auch im Sonntagsrennen einiges möglich.“

Auch Auer, dem am Ende nur 1,2 Sekunden zum Podestplatz fehlten, war zufrieden. „Das sind wieder wichtige Punkte“, so der Kufsteiner. „Natürlich wäre ich im Nachhinein auch gerne eine Runde früher zum Wechsel auf Regenreifen reingekommen, aber das ist immer ein Vabanque-Spiel. Im Regen lief es dann sehr gut, sodass ich vor allem nach dem Pflichtboxenstopp viel Boden gutmachen konnte. Wir müssen einfach mal alles zusammenbekommen, dann haben wir das Potenzial, ganz vorne mitzumischen.“

WWR-Teamchef Christian Hohenadel lobte neben seinen Piloten auch die Strategieabteilung und die Boxencrew der deutsch-texanischen Mannschaft: „Nach dem nicht optimal verlaufenen Qualifying haben wir im Rennen alles richtig gemacht. Die vier Boxenstopps waren in Zeitpunkt und Ausführung perfekt, und beide Fahrer haben bei diesen schwierigen Bedingungen eine absolut fehlerfreie Leistung abgeliefert. Dickes Kompliment an alle, so darf es morgen gerne weitergehen!“

Das Sonntagsrennen auf dem Lausitzring wird zur üblichen Zeit um 13.30 Uhr gestartet. ProSieben und ran.de übertragen wie immer live und in voller Länge.