WINWARD Racing
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Hart erkämpfte Punkte für WINWARD Racing

In einem höchst turbulenten Sonntagsrennen der DTM auf dem Sachsenring fahren David Schumacher und Lucas Auer in die Punkteränge.

Das Mercedes-AMG Team WINWARD hat ein schwieriges Rennwochenende auf dem Sachsenring mit zwei Punkteplatzierungen abgeschlossen. David Schumacher (21, Salzburg) steuerte seinen Ravenol Mercedes-Benz GT3 nach einem turbulenten Rennverlauf auf den elften Schlussrang. Noch chaotischer verlief das Sonntagsrennen auf dem 3,6 km langen Kurs bei Hohenstein-Ernstthal für Teamkollege Lucas Auer (28, Kufstein), der sich im Knaus-Schwesterauto auf Position 15 immerhin noch einen Zähler für die Meisterschaft sicherte.

Wie schon am Vortag klappte das morgendliche Qualifikationstraining für beide WWR-Rennwagen nicht nach Wunsch. Auer und Schumacher, an dessen Bolide während des 20-minütigen Qualifyings noch eine Bremsscheibe gewechselt werden musste, fanden sich nur auf den Startpositionen 14 und 19 wieder – und gerieten nach dem Start prompt in ein Getümmel, das für fünf GT3-Rennwagen mit dem Ausfall und fürs restliche Feld mit einem Abbruch per Roter Flagge endete.

Zum Glück für die beiden WINWARD-Piloten, denn auch deren Mercedes-AMG GT3 hatten die diversen Kontakte nicht unbeschädigt überstanden und konnten während der rund 20-minütigen Unterbrechung zumindest notdürftig repariert werden.

Für David Schumacher verlief das Rennen nach dem Restart durchaus erfreulich. Mit einem wiederum sehr schnellen Pflichtboxenstopp und starken Rundenzeiten arbeitete sich der Wahl-Österreicher Position um Position nach vorne und passierte die Ziellinie am Ende auf einem guten elften Schlussrang. „Das Rennen heute lief ganz ähnlich wie das gestern“, analysierte Schumacher. „Es war schwierig, den Grip der neuen Reifen zu nutzen, daher standen wir in der Startaufstellung wieder zu weit hinten. Die Longrun Pace war wirklich okay. Der Unterbruch kam uns ein bisschen entgegen, denn auch mein Auto war beschädigt. Ich hatte das ganze Rennen über mit Untersteuern zu kämpfen, bin aber mit dem Ergebnis nicht unzufrieden.“

Was Lucas Auer nicht von sich behaupten konnte. Dem harten Kontakt in der Startrunde folgten noch zwei weitere, von denen der erste einen zeitraubenden Ausflug durchs Kiesbett und der zweite eine harte Strafe von drei „Penalty Laps“ und insgesamt rund zehn Sekunden Zeitverlust zur Folge hatte. Am Ende konnte der Tiroler mit einem Punkt für Rang 15 zufrieden sein. „Das war ein wirklich brutales Wochenende für mich“, seufzte Auer. „So viele Probleme auf einmal habe ich noch selten erlebt. Jetzt müssen wir alles in Ruhe aufarbeiten. Da liegt viel Arbeit vor uns.“

Ähnlich klang auch das Fazit von WWR-Teamchef Christian Hohenadel: „Wir haben uns an diesem Wochenende unter Wert verkauft. Wir werden die Tage bis zum nächsten Rennen nutzen, um das Sachsenring-Wochenende bis ins letzte Detail zu analysieren. Denn diese Ausbeute ist nicht unser Anspruch. Ein Lob geht dennoch an die gesamte Mannschaft – am mangelnden Einsatz hat es definitiv nicht gelegen, wie auch die heutigen starken Boxenstopps gezeigt haben. Wir wollen stärker zurückkommen, und das werden wir auch.“

Das siebte Rennwochenende der DTM 2023 geht am 23./24. September auf dem Red Bull Ring bei Spielberg in der Steiermark über die Bühne.