Gebrauchter Renntag für WINWARD Racing
Im Samstagsrennen der DTM auf dem Sachsenring blieben die Mercedes-AMG GT3 von David Schumacher und Lucas Auer ohne Punkte.

Das Mercedes-AMG Team WINWARD ist im Samstagsrennen der DTM 2023 auf dem Sachsenring leer ausgegangen. Nach einem schwierigen Qualifying nur von Startposition 11 aus losgefahren, musste Lucas Auer (28, Kufstein) seinen Mercedes-AMG GT3 zehn Runden vor dem Ende an der Box abstellen. Sein aus Reihe 10 gestarteter Teamkollege David Schumacher (21, Salzburg) drehte im Verlauf des Ein-Stunden-Rennens auf der 3,6 Kilometer langen Berg- und Talbahn bei Hohenstein-Ernstthal mächtig auf, verpasste im ausgeglichenen Feld der 27 GT3-Rennwagen von sechs Marken aber knapp den Sprung in die Punkteränge und belegte am Ende Rang 17.
Schon kurz nach dem fliegenden Start erhielten die Hoffnungen von Lucas Auer einen Dämpfer, als ein Konkurrent seinen Markenkollegen Maro Engel in den Knaus-Boliden schob. In der Folge klagte der Tiroler über ein schwieriges Fahrverhalten seines 550 PS starken Rennwagens. Nach einem Ausritt ins Kiesbett aus den Punkterängen gefallen, stellte „Luggi“ seinen Boliden an der Box ab. „Es war ein harter Tag“, seufzte Auer. „Schon im Qualifying haben wir uns extrem schwergetan. Im Rennen hat sich das fortgesetzt. Das Auto war schwer zu fahren, und ich bin auch mit meiner eigenen Leistung nicht zufrieden. Da gibt es einiges aufzuarbeiten. Aber morgen ist ein neuer Tag!“
Stallgefährte Schumacher zeigte im Rennen eine starke Vorstellung. Vor allem auf gebrauchten Reifen brannte der Wahl-Österreicher Rundenzeiten auf dem Niveau der Spitze in den sächsischen Asphalt. Und auch die Boxenmannschaft legte einen Boxenstopp vom Feinsten aufs Parkett: In 6,1 Sekunden wechselte die WWR-Crew alle vier Räder am Ravenol-Renner und setzte damit die Bestzeit im gesamten Feld. Der Sprung in die Punkteränge gelang letztlich aber leider nicht mehr.
„Leider ist es uns heute nicht gelungen, den maximalen Grip aus dem neuen Reifen zu holen. Daraus resultierte die schlechte Startposition – und die ist auf dieser Strecke besonders wichtig“, resümierte Schumacher. „Auf gebrauchten Reifen war die Pace richtig gut, ich konnte zu meinen Vorderleuten aufschließen und einige Positionen gutmachen. Danke auch an meine Jungs, der Stopp war erste Sahne! Schade, dass es nicht für Punkte gereicht hat. Wir müssen nun alles daransetzen, im Sonntagsrennen weiter vorne zu starten. Dann ist einiges möglich.“
WINWARD-Teamchef Christian Hohenadel konstatierte „einen gebrauchten Tag, wie er eben auch vorkommen kann. Die Reifen haben uns heute einige Rätsel aufgegeben. Wenn ein Mercedes-AMG GT3 auf Pole steht und der nächste mit sechs Zehntelsekunden Rückstand im Mittelfeld, dann gibt es einiges zu analysieren. Beide Fahrer haben den Peak des Reifens nicht gespürt. Die Rennpace, vor allem die von David, war dann absolut okay, nur geht in diesem ausgeglichenen Feld halt von da hinten nicht mehr viel nach vorne. Dickes Kompliment an die Mannschaft für die einmal mehr tadellosen Boxenstopps. Morgen wollen wir wieder angreifen!“
Das Sonntagsrennen der DTM auf dem Sachsenring wird wiederum um 13.30 Uhr gestartet. ProSieben überträgt ab 12.55 Uhr wie immer live, im Netz ist das spannende Geschehen aus Sachsen auf ran.de zu verfolgen.
