WINWARD Racing
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Starke Punkteausbeute für WINWARD Racing

Lucas Auer feiert im verregneten Sonntagsrennen auf dem Nürburgring den zweiten Podestplatz des Wochenendes. Starker Auftritt von David Schumacher.

Mit dem dritten Rang im Sonntagsrennen hat Lucas Auer für das Mercedes-AMG Team WINWARD ein großartiges Rennwochenende auf dem Nürburgring komplettiert. Mit 36 Punkten im Gepäck reiste der 28-jährige Österreicher aus der Eifel ab und war damit der erfolgreichste Fahrer des vierten DTM-Saisonmeetings. In der Gesamtwertung machte der Neffe des zehnmaligen Grand-Prix-Siegers Gerhard Berger einen Sprung auf den sechsten Rang und wahrte damit seine Titelchancen. Teamkollege David Schumacher beeindruckte mit einem dritten Startplatz, hatte im Rennen aber in mehrerlei Hinsicht Pech und landete am Ende der Regenschlacht auf Rang 9.

Schon im Qualifikationstraining hatten die beiden WWR-Piloten ihre hohen Ambitionen auf einen Podestplatz angemeldet. Mit einer perfekten letzten Runde auf rasch abtrocknender Piste sicherte sich Schumacher den dritten Startplatz. Auer machte als Vierter die komplette zweite Startreihe für WINWARD Racing perfekt.

Die Reifenwahl erwies sich fürs Rennen als entscheidend. Wie der Großteil des Feldes gingen die beiden WWR-Boliden in Erwartung stärker werdenden Regens auf profilierten Reifen ins Rennen. Und zunächst lief alles bilderbuchmäßig. Bei immer stärker werdendem Regen legten die beiden WWR-Asse los wie die Feuerwehr und übernahmen nach wenigen Runden die Doppelführung.

Nach den Pflichtboxenstopps indessen lief es für das Altendiezer Duo nicht mehr nach Fahrplan. Ein nicht optimal gewählter Reifendruck erschwerte beiden Piloten die Arbeit bei immer stärker werdendem Regen. „Wir hatten darauf spekuliert, dass der Regen in der Schlussphase etwas nachlässt. Leider war dem nicht so, sodass es uns zunehmend schwerfiel, die Reifen auf Temperatur zu halten“, schilderte Schumacher, der zudem das Pech hatte, seinen Pflichtboxenstopp kurz vor einer „Full Course Yellow“-Phase absolviert zu haben. Auf Rang 10 zurückgefallen, machte der 21-jährige Wahl-Salzburger noch eine Position gut, musste sich am Ende aber mit dem neunten Schlussrang begnügen.

„Es ist ein bisschen schade, weil mehr drin gewesen wäre, aber alles in allem war es ein guter Tag für uns“, resümierte Schumacher. „Die Pace war das ganze Rennwochenende über sehr gut, auch im Vergleich mit den anderen Mercedes-AMG GT3. Das Qualifying heute Morgen war natürlich ein echtes Highlight. Leider ist im Rennen nicht alles für uns gelaufen, dennoch waren wir wieder schnell unterwegs. Darauf lässt sich aufbauen.“

Teamkollege Auer kämpfte mit ähnlichen Problemen und musste in der Folge zwei Konkurrenten ziehen lassen. Dennoch war der Tiroler mit seiner Ausbeute nicht unzufrieden: „Keiner hat an diesem Wochenende mehr Punkte geholt als wir, von daher war der Nürburgring gut für uns. Ich bin richtig stolz auf das gesamte Team. Der erste Stint war mega, ich konnte die Führung übernehmen und die Reifen managen. Nach dem Stopp lief es nicht mehr so gut, ich konnte die Reifen nicht ins perfekte Arbeitsfenster bringen. Das müssen wir analysieren. Aber zwei Podestplätze an einem Wochenende sind eine sehr starke Bilanz.“

Teamchef Christian Hohenadel blies ins selbe Horn: „Beide Fahrer haben unter diesen schwierigen Bedingungen einen Superjob gemacht. Die Full Course Yellow kam für David leider zu einem unglücklichen Zeitpunkt, das hat ihn einige Positionen gekostet. Und beim Luftdruck haben wir im zweiten Stint leider bei beiden Autos etwas danebengelegen. Aber so ist das eben beim Pokern – manchmal sticht das Blatt, manchmal nicht. Dennoch war es ein starkes Wochenende für uns, dickes Kompliment an die gesamte Mannschaft!“

Schon in zwei Wochen geht es für den DTM-Tross weiter. Die Saisonrennen 9 und 10 finden am 19. und 20. August auf dem DEKRA Lausitzring unweit von Dresden statt.