Frustrierender Sonntag für WINWARD Racing
Im zweiten Durchgang des DTM-Meetings in Zandvoort blieben Lucas Auer und David Schumacher in ihren Mercedes-AMG GT3 ohne Punkte.

Mit einem enttäuschenden Ergebnis ist das zweite DTM-Rennwochenende des Jahres in Zandvoort für das Mercedes-AMG Team WINWARD zu Ende gegangen. Während David Schumacher (21, Salzburg) im Ravenol Mercedes-AMG GT3 mit Position 16 die Punkteränge knapp verfehlte, musste Teamkollege Lucas Auer seinen Knaus-Boliden nach einer Berührung am Start schon nach der ersten Runde abstellen.
Den Anfang nahm der missratene Rennsonntag für das deutsch-texanische Team bereits im turbulenten, von einem Unterbruch geprägten Qualifying am Morgen. Vor allem Schumacher, der sich auf Startplatz 21 wiederfand, war bedient: „Dreimal von einem Konkurrenten blockiert und dann die Rote Flagge – mir fehlen die Worte.“ Auer war als Fünfzehnter ebenfalls mäßig begeistert.
Das Ein-Stunden-Rennen auf dem 4,3 Kilometer langen Kurs in den niederländischen Dünen gab ebenfalls wenig Anlass zur Begeisterung. Das Rennen war soeben freigegeben worden, da war es für Auer auch schon vorbei. „Im Getümmel gab’s eine Berührung, der Kühler ging kaputt, Ende“, so die knappe Schilderung des Vizechampions 2022.
Schumacher fuhr ein gutes Rennen, verpasste auf Schlussrang 16 die Punkte aber letztlich knapp. „Wir waren nicht schnell genug, um entscheidend nach vorne zu kommen, zumal uns auf den Geraden Topspeed gefehlt hat“, schilderte der Wahl-Österreicher. „Nach dem sehr guten Stopp ging es einige Runden lang ziemlich gut, aber dann ließ die Performance nach. Warum das so war, müssen wir analysieren, denn eigentlich hatte sich das Auto gut angefühlt.“
WWR-Teamchef Christian Hohenadel machte seiner Mannschaft Mut: „Wir sind alle lange genug dabei, um zu wissen, dass Motorsport immer Höhen und Tiefen mit sich bringt. Unser Hauptfokus muss nun darin liegen, unsere Performance im Qualifying besser auf den Punkt zu bringen. Dann werden auch die Ergebnisse wieder kommen. Trotzdem muss ich meinen Jungs ein Kompliment machen: Der Boxenstopp war wieder sehr stark, was auch beweist, dass die Burschen eine tolle Mentalität mitbringen. Das Wort „aufgeben“ existiert in ihrem Wortschatz nicht. Und deswegen habe ich auch keine Zweifel, dass wir uns wieder dahin zurückkämpfen werden, wo wir hingehören.“
Bereits in zwei Wochen startet die DTM-Gemeinde auf dem Nürnberger Norisring in ihre dritte Saisonveranstaltung. Der 2,1 Kilometer lange Stadtkurs am Ufer des Dutzendteich ist alljährlich für besonders viel Spektakel gut.
Der WINWARD-Mannschaft bleibt indessen nicht einmal Zeit für eine kurze Verschnaufpause: Von Zandvoort aus ging es für die Altendiezer direkt weiter ins rund 300 Kilometer südöstlich gelegene Spa-Francorchamps in Belgien. Dort steigt am kommenden Wochenende mit den „Crowdstrike Spa 24 Hours“ das größte GT3-Rennen der Welt. Nicht weniger als 71 Rennwagen sind für die zur „Fanatec GT World Challenge Europe powered by AWS“ zählende Hatz zweimal rund um die Uhr gemeldet. WINWARD Racing tritt auf der 7,0 Kilometer langen Ardennen-Achterbahn mit zwei Mercedes-AMG GT3 für die Trios David Schumacher/Marius Zug/Miklas Born (Startnummer 157) sowie Russell Ward/Philip Ellis/Indy Dontje (Startnummer 57) in der Gold-Cup-Wertung an.
