WINWARD Racing
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Winward Racing triumphiert in Arabien

Sieg und Meistertitel für Lucas Auer, Maro Engel und Daniel Morad beim Finale zur Fanatec GT World Challenge Europe 2024 in Jeddah/Saudi-Arabien.

Das Mercedes-AMG Team MANN-FILTER hat beim Finale der Fanatec GT World Challenge Europe „powered by AWS“ in Saudi-Arabien groß abgeräumt. Mit ihrem souveränen Sieg beim 6-Stunden-Rennen auf dem Jeddah Corniche Circuit feierten Lucas Auer (30, Kufstein/Österreich) und Maro Engel (39, Monaco) mit tatkräftiger Unterstützung ihres Cockpit-Partners Daniel Morad (34, Markham/Kanada) im von Winward Racing eingesetzten Mercedes-AMG GT3 auch die Gesamt-Meisterschaft. Für das Rennteam aus Altendiez war es der dritte Titel in der aus jeweils fünf Sprint- und Endurance-Veranstaltungen bestehenden Rennserie nach dem Gewinn des Sprint Cups durch Engel und Auer sowie dem vorzeitigen Triumph im Silver Cup der Endurance-Wertung durch Daan Arrow, Colin Caresani und Tanart Sathienthirakul.

Dabei hatte sich die Ausgangslage für die deutsch-texanische Mannschaft wenige Tage vor dem großen Showdown drastisch verschlechtert. Zum einen, weil der Mercedes-AMG GT3 bei einem Testunfall am Donnerstagmorgen schwer beschädigt und von den WWR-Mechanikern in einem echten Kraftakt wieder auf die Räder gestellt wurde. Zum anderen, weil dem Protest des WRT-Teams gegen die Wertung des ersten Laufs beim Sprint-Cup-Finale in Barcelona stattgegeben wurde. Dadurch büßten Auer und Engel in der Tabelle jeweils 8,5 Punkte ein, was ihren Rückstand auf die Belgier Weerts/Vanthoor vor dem Wochenende in Jeddah auf 15,5 Zähler anwachsen ließ. Damit war klar: Ein Podestplatz für die „MANN-FILTER Mamba“ war Pflicht, um überhaupt mit Rechenspielen beginnen zu können.

Gesagt, getan. Während der sechsstündigen Hatz auf dem 6,1 Kilometer langen, mit seinen 27 Kurven extrem anspruchsvolle Stadtkurs am Ufer des Roten Meeres hatte das WWR-Trio das Geschehen im Feld der 47 GT3-Rennwagen von neun verschiedenen Marken stets im Griff. Vom sechsten Startplatz aus losgefahren, übergab Startfahrer Morad den Boliden mit der Startnummer 48 nach seinem Doppelstint an zweiter Stelle liegend an Teamkollege Auer, der seinerseits nach rund zweieinhalb Stunden erstmals die Spitze übernahm und diese im Laufe seiner beiden Stints bis auf mehr als 14 Sekunden ausbaute. Schlussfahrer Engel vergrößerte den Abstand zu den Jägern in der Folge weiter und ließ sich auch durch eine Safety-Car-Phase eine halbe Stunde vor Rennende nicht mehr aus dem Konzept bringen. Im Ziel betrug der Vorsprung des gelb-grünen Mercedes-AMG GT3 knapp acht Sekunden.

Weil ihre belgischen Titelrivalen nur an vierter Stelle ins Ziel kamen, zogen Engel und Auer in der Tabelle noch vorbei und sicherten sich mit einem Vorsprung von nur 2,5 Punkten ihren zweiten gemeinsamen Meistertitel in diesem Jahr. Maro Engel gab die Gratulationen an seine Mechaniker weiter: „Am Donnerstag schien unser Wochenende beendet, aber die Jungs haben das Auto mit einer fantastischen Leistung wieder hinbekommen. Dafür können wir ihnen nicht genug danken.“ Lucas Auer blies ins selbe Horn: „Die Jungs haben einmal mehr einen großartigen Job und damit diesen Erfolg erst möglich gemacht. Es ist unglaublich!“ Daniel Morad ergänzte: „Das Team hat so viel Herz und Seele in diese Saison gesteckt, dass der Sieg und der Titelgewinn für Maro und Luggi einfach der beste Weg waren, um ihnen ihren riesigen Einsatz zurückzuzahlen.“

„Das war ein echtes Nervenspiel“, bekannte Winward-Teamchef Christian Hohenadel. „Luggi, Maro und Daniel haben, ebenso wie die ganze Mannschaft, einen überragenden Job abgeliefert und das Rennen hochverdient gewonnen. Doch bis zur letzten Runde war nicht klar, ob es auch für den Titelgewinn reichen wird. Dass es am Ende geklappt hat und wir den dritten Titel innerhalb eines Jahres eingefahren haben, macht mich glücklich und stolz. Mein Lob und Dank gilt dem gesamten Team für einen großartigen Job während der ganzen Saison.“

Winward Racing debütiert in der Asian Le Mans Series

Viel Zeit zum Feiern bleibt der Winward-Truppe indessen nicht. Bereits am kommenden Wochenende steht in Sepang/Malaysia der erste von drei Einsätzen in der Asian Le Mans Series auf dem Programm. Die zwei Mercedes-AMG GT3 werden gesteuert von Engel, Sergey Stolyarov und Victor Shaytar sowie Jules Gounon, Rinat Salikhov und Gabriele Piana. Die weiteren ALMS-Events steigen am 8./9. Februar in Dubai und eine Woche später auf dem Yas Marina Circuit in Abu Dhabi. An jedem Rennwochenende werden zwei 4-Stunden-Rennen gefahren. Überdies wird WWR nach dem Jahreswechsel bei den vom niederländischen Veranstalter Creventic ausgetragenen Langstreckenrennen in Dubai (11./12. Januar, 24h) und Abu Dhabi (19. Januar, 6h) starten. Die Fahrerbesetzungen werden zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben.