Top-Teamleistung von WINWARD Racing
Lucas Auer wird im Samstagsrennen des DTM-Finales 2024 in Hockenheim starker Zweiter. Maro Engel wahrt mit Rang 4 seine Titelchance.

Das Mercedes-AMG Team WINWARD ist im Samstagsrennen auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg mit einer starken Teamleistung ins letzte Rennwochenende der DTM-Saison 2024 gestartet. Lucas Auer (30, Kufstein) fuhr im unter der Bewerbung des Mercedes-AMG Team MANN-FILTER startenden Mercedes-AMG GT3 auf den zweiten Rang. Damit sicherte sich der DTM-Vizemeister 2022 den ersten Podestplatz der laufenden Saison. Sein Teamkollege Maro Engel (39, Monaco) wahrte in seinem im Design von „130 Jahre Mercedes-Benz Motorsport“ und RAVENOL laufenden Rennwagen als Vierter seine Chancen auf den Meistertitel. Vor dem abschließenden Kräftemessen auf dem 4,6 Kilometer langen Grand-Prix-Kurs vor den Toren Heidelbergs weist der gebürtige Münchner als Tabellendritter einen Rückstand von 20 Punkten auf den neuen Tabellenführer Kelvin van der Linde auf. Insgesamt werden am Rennsonntag noch 28 Zähler vergeben.
Wie so oft in der hart umkämpften DTM fiel eine Vorentscheidung bereits im morgendlichen Qualifikationstraining, in dem Auer und Engel auf nasser Fahrbahn die Startpositionen 2 und 9 herausfuhren. Von Beginn an machte Auer Druck auf den führenden Audi von van der Linde, während Engel sich mit einer bravourösen Startrunde bis auf den fünften Rang nach vorne kämpfte. Diese Reihenfolge an der Spitze blieb bis zum Öffnen des Boxenstoppfensters nach 20 Rennminuten unverändert.
Und hier spielte die Boxencrew von WINWARD Racing einmal mehr Zünglein an der Waage. In bärenstarken 6,0 Sekunden wechselten die WWR-Mechaniker alle vier Räder an Maro Engels Mercedes-AMG GT3 und sicherten sich damit erneut die maximale Punktzahl in der „DTM Pitstop Challenge“, in der WINWARD Racing gegen das Team Manthey EMA um den inoffiziellen Titel der besten Boxenstopp-Mannschaft des Jahres kämpft.
Prompt presste sich Engel nach dessen Stopp an Titelkontrahent Mirko Bortolotti vorbei auf den vierten Platz, während Lucas Auers Boxenstopp in 6,4 Sekunden ebenfalls nahezu perfekt ausfiel. In der Folge baute der Tiroler mehr und mehr Druck auf den Leader auf und setzte auch mehrere Attacken. Am Ende fehlte „Luggi“ aber eine halbe Sekunde zum ersten Saisonsieg.
„Das Rennen war hart, hat aber viel Spaß gemacht“, so Lucas Auer. „Kompliment an Kelvin und ABT, die sich sehr gut verteidigt haben. Ich habe alles versucht, aber leider keinen Weg vorbei gefunden. In der einen Situation in der Spitzkehre haben mir vielleicht fünf Meter gefehlt. Ich habe extrem spät gebremst und er sich hart verteidigt. Leider hat es nicht ganz gereicht, und von der Pace her waren wir sehr ähnlich unterwegs. Aber ich freue mich, mal wieder auf dem Podest zu stehen.“
Maro Engel freute sich ebenfalls über ein starkes Rennen, sieht die Titelchancen aber realistisch: „Es war ein gutes Rennen. Wir haben alles gegeben und nichts unversucht gelassen. Vor allem die Startrunde lief super, und das Überholmanöver gegen Mirko nach dem Superstopp war auch wichtig. Insofern haben wir unsere Titelchancen für morgen gewahrt, auch wenn der Abstand natürlich relativ groß ist. Von daher gibt’s für morgen nur eins: Vollgas!“
WINWARD Racing-Teamchef Christian Hohenadel streute einmal mehr seiner gesamten Mannschaft Blumen: „Dickes Lob an jeden Einzelnen im Team. Die Jungs haben wieder die besten Boxenstopps abgeliefert, was unter diesem enormen Druck umso bemerkenswerter ist. Natürlich hätten wir das Rennen gerne gewonnen. Der Speed war absolut da, was mich für morgen optimistisch stimmt. Im Finale werden wir versuchen, den Titelkampf so gut als möglich auszublenden. Für uns als Außenseiter lautet die Devise: Volle Attacke!“
Der große Showdown der DTM-Saison 2024 wird morgen wie immer um 13.30 Uhr gestartet. ProSieben, JOYN und ran.de übertragen die Titelentscheidung live und in voller Länge.
