Positive Ausbeute für WINWARD Racing
Maro Engel sammelt als Fünftplatzierter des DTM-Sonntagsrennens auf dem Sachsenring weitere wichtige Punkte. Erneut harter Renntag für Lucas Auer.

Das Mercedes-AMG Team WINWARD hat auch im Sonntagsrennen auf dem Sachsenring wichtige Punkte im Kampf um den DTM-Titel 2024 gesammelt. Maro Engel (39, Monaco) fuhr im in den Farben von „130 Jahre Mercedes-Benz Motorsport“ und RAVENOL designten Mercedes-AMG GT3 auf den fünften Rang und liegt in der DTM-Zwischenwertung vier Läufe vor dem Saisonschluss nach wie vor aussichtsreich an dritter Stelle. Teamkollege Lucas Auer (29, Kufstein) erlebte auf der 3,6 Kilometer langen Berg- und Talbahn bei Hohenstein-Ernstthal einen weiteren schwierigen Renntag und landete im unter der Bewerbung des Mercedes-AMG Team MANN-FILTER laufenden Schwesterauto auf dem 13. Schlussrang.
Von Startplatz 7 aus ins Rennen gegangen, kam Engel zunächst hervorragend weg und bog als Vierter in die erste Kurve ein. Durch das dort typische Gerangel verlor der gebürtige Münchner allerdings nicht nur zwei Positionen, er kassierte dabei auch mehrere Treffer, die an seinem Mercedes-AMG GT3 Spuren hinterließen. Ein einmal mehr blitzschneller Pflichtreifenwechsel brachte Engel an zwei Konkurrenten vorbei und eröffnete ihm darüber hinaus die Chance auf einen Angriff auf Titelkontrahent Kelvin van der Linde in der ersten Kurve. Leider klappte das Überholmanöver auf der Außenbahn nicht, stattdessen zog Titelverteidiger Thomas Preining innen vorbei.
Am Ende standen ein fünfter Rang und 15 Punkte Rückstand auf Tabellenführer van der Linde vor den letzten beiden DTM-Veranstaltungen 2024 auf dem Red Bull Ring und in Hockenheim. Engel war mit der Ausbeute des Wochenendes insgesamt zufrieden: „Ich hatte einen guten Start, wurde dann aber von hinten in den Vordermann reingeschoben. Dabei hat mein Auto einiges abbekommen, die Balance war für den Rest des Rennens nicht mehr perfekt. Zwischenzeitlich sah es auch dank des super Boxenstopps dennoch wieder ganz gut aus. Ich musste die Attacke auf Kelvin versuchen, schade, dass es nicht geklappt hat. Insgesamt war es ein gutes, positives Wochenende mit vielen Punkten, die wir gerne mitnehmen.“
Lucas Auer bleibt derweil die Hoffnung, dass seine Pechsträhne beim Heimspiel in drei Wochen endlich ein Ende hat. Schon das Qualifying lief erneut nicht nach Plan. Sechs Zehntelsekunden Rückstand auf die Pole-Position bedeuteten nur Startposition 13, was einmal mehr die enorme Leistungsdichte in der DTM verdeutlicht. Nach dem Start wurde auch die „MANN-FILTER Mamba“ im Getümmel mehrmals getroffen und zog sich dabei einige Blessuren zu. „Das war ein richtig hartes Wochenende“, seufzte der DTM-Vizechampion 2022. „Ich habe absolut alles gegeben. Die freien Trainings liefen noch gut, aber ab dem ersten Qualifying waren wir nicht mehr konkurrenzfähig. Das müssen wir sehr sorgfältig analysieren.“
WWR-Teamchef Christian Hohenadel zog ein gemischtes Fazit aus dem Wochenende in Sachsen: „Wir haben mit Maro sicher das Maximum dessen herausgeholt, was möglich war, und sind immer noch gut im Titelrennen. 15 Punkte Rückstand sind nicht wenig, aber auch alles andere als uneinholbar. Positiv war heute wieder einmal die tolle Boxenarbeit unserer Crew, der mein Lob und Dank gebührt. Beide Reifenwechsel waren absolut top. Wir müssen genau untersuchen, was bei Luggi schiefgegangen ist, um ihn so schnell als möglich wieder dahin zu bringen, wo er hingehört.“
Das siebte und vorletzte Rennwochenende der DTM-Saison 2024 steigt am letzten September-Wochenende auf dem Red Bull Ring bei Spielberg in der Steiermark.
