WINWARD Racing
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Wenn Engel feiern: Podestplatz zum Jubiläum

Maro Engel beschert dem Mercedes-AMG Team WINWARD im DTM-Sonntagsrennen auf dem Norisring einen zweiten Rang. Schwieriger Renntag für Lucas Auer.

Würdiger kann man ein solches Jubiläum kaum feiern! Maro Engel hat sein 100. Rennen in der DTM im Sonntagslauf auf dem Norisring auf dem zweiten Rang beendet und dem Mercedes-AMG Team WINWARD damit den dritten Podestplatz der laufenden DTM-Saison beschert. Damit rückte der 38-Jährige Wahl-Monegasse in seinem in den Farben von „130 Jahre Mercedes-Benz Motorsport“ und RAVENOL designten Mercedes-AMG GT3 auf den vierten Zwischenrang im DTM-Klassement vor. Sein Rückstand auf den Tabellenführer beträgt nur 15 Punkte. Dagegen setzte sich ein schwieriges Rennwochenende für Teamkollege Lucas Auer fort. Der 29-Jährige aus Kufstein in Tirol beendete das zweite Rennen auf dem 2,16 Kilometer kurzen Stadtkurs am Ufer des Nürnberger Dutzendteichs in der unter der Bewerbung des Mercedes-AMG Team MANN-FILTER laufenden „Mamba“ auf einem für ihn enttäuschenden elften Rang.

Schon im morgendlichen Qualifikationstraining hatte Engel hohe Ambitionen angemeldet. Der zweite Rang in seiner Trainingsgruppe bedeutete den dritten Startplatz im Rennen. Vom Rennbeginn an übte der gebürtige Münchner Druck auf den vor ihm fahrenden Lamborghini aus und presste sich in der 28. Runde nach einem einmal mehr starken Pflichtboxenstopp seiner WWR-Crew vorbei auf den zweiten Platz. In der Folge setzten sich die beiden Führenden kontinuierlich vom Rest des Feldes ab und beendeten das Rennen im Anschluss an eine kurze Safety-Car-Phase (Karbonteile auf der Piste) auch in dieser Reihenfolge.

„Beim Jubiläumsrennen vor dieser Traumkulisse mit 110.000 Fans übers gesamte Wochenende auf dem Podium zu stehen – viel besser geht es kaum“, strahlte Maro Engel. „Ich danke meinem Team, das mir das ganze Wochenende über ein perfektes Rennauto hingestellt hat. Schon gestern hatten wir unser Potenzial angedeutet, und ich bin froh, dass wir es heute umsetzen konnten. Ich habe alles gegeben und bis ins Ziel versucht, Druck zu machen. Aber Nicki war heute einfach der Schnellste, insofern können wir mit dem zweiten Rang rundum zufrieden sein. Wir haben das schwierige Rennwochenende in Zandvoort sorgfältig analysiert und die richtigen Schlüsse gezogen. Schön, wieder zurück zu sein!“

Dagegen lief für Luggi Auer auch das Sonntagsrennen nicht nach Plan. Nach einem perfekten Start direkt von der achten auf die sechste Position nach vorne gekommen, konnte der Österreicher seine übliche starke Rennperformance nicht über die Distanz halten und fiel bis zur Zielflagge auf den elften Rang zurück. „Generell hat uns das ganze Wochenende über das gewisse Etwas gefehlt“, gestand der DTM-Vizechampion von 2022. „Im Qualifying ist es uns an beiden Tagen nicht gelungen, das volle Potenzial abzurufen. Heute im Rennen hat mir einfach die Pace gefehlt. Ich hatte arge Probleme auf der Bremse. Das müssen wir uns genau anschauen. Denn heute war der Abstand einfach zu groß.“

Das Fazit von WWR-Teamchef Christian Hohenadel fiel insgesamt positiv aus: „Wir waren hier das gesamte Wochenende über gut unterwegs. Ich freue mich sehr für Maro, dass er sein Jubiläumsrennen auf dem Podest beenden konnte. Warum Luggi hier nicht so stark performt hat, wie wir es von ihm gewohnt sind, müssen wir gründlich analysieren. Die gute Nachricht ist sicherlich, dass wir in Bezug auf die Pace einen guten Schritt nach vorne gemacht haben. Das stimmt mich zuversichtlich für die zweite Saisonhälfte.“

Die DTM geht nun in eine sechswöchige Sommerpause. Das fünfte Rennwochenende der Saison 2024 steigt vom 16. bis 18. August auf dem Nürburgring – quasi ein Heimspiel für das Mercedes-AMG Team WINWARD, dessen Europa-Basis in Altendiez nur knapp 100 Kilometer von der legendären Eifelrennstrecke entfernt liegt.