WINWARD Racing
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Positiver Abschluss eines harten Wochenendes

Lucas Auer erobert auch im Sonntagsrennen der DTM auf dem Red Bull Ring Punkte für WINWARD Racing. Gutes Rennen von David Schumacher.

Nach einem erneut enttäuschenden Qualifikationstraining hat das Mercedes-AMG Team WINWARD im Sonntagsrennen des siebten DTM-Rennwochenendes 2023 auf dem Red Bull Ring abermals eine starke Aufholjagd hingelegt. Nur von Startposition 21 aus ins Rennen gegangen, arbeitete sich Lucas Auer (29, Kufstein) im Knaus Mercedes-AMG GT3 mit perfekter Strategie und starker Rennpace bis auf den elften Schlussrang nach vorne. Auch Teamkollege David Schumacher (21, Salzburg) war auf dem 4,3 Kilometer langen Kurs in der Steiermark flott unterwegs, machte im Rennen sieben Ränge gut und brachte seinen Ravenol-Renner auf Position 18 ins Ziel.

Einmal mehr erwies sich das morgendliche Qualifying als vorentscheidend. Auf diesmal komplett trockener Piste taten sich alle Mercedes-AMG GT3 schwer. Der bestplatzierte Vertreter der Marke mit dem Stern qualifizierte sich nur auf Startplatz 16. Zu allem Überfluss wurden Auers zwei beste Rundenzeiten wegen Überschreitens der Track Limits gestrichen. An Schumachers Renner mussten vor Beginn seiner schnellen Runden in aller Eile noch die beiden vorderen Bremsscheiben gewechselt werden. So bildeten die Startpositionen 21 und 25 alles andere als eine optimale Ausgangslage.

Im Rennen jedoch drehten beide WWR-Boliden mächtig auf. Nach einer großartigen Startrunde kam Luggi Auer auf Rang 14 erstmals bei Start und Ziel vorbei. David Schumacher hingegen musste in Turn 1 einem sich vor ihm drehenden Konkurrenten ausweichen und fand sich am Ende des Feldes wieder. Der Schlüssel zu einem letztlich erfreulichen Rennergebnis waren eine gute Strategie und schnelle Boxenstopps. Bei erneut leicht einsetzendem Nieselregen kamen beide WWR-Autos erst vergleichsweise spät am Ende der Runden 22 (Auer) und 25 (Schumacher) zum obligatorischen Pflichtreifenwechsel herein und machten mit dieser „Overcut“-Strategie jeweils mehrere Positionen gut, die sie in der Folge auch sicher ins Ziel brachten.

„Es war generell ein hartes Wochenende“, gestand Auer. „Vor allem auf trockener Bahn hat man gesehen, dass die Mercedes-AMG GT3 nicht schnell genug waren. Wir als Team waren auch nicht perfekt aussortiert. Dennoch war unsere Rennperformance sowohl gestern als auch heute nicht verkehrt. So konnten wir in beiden Rennen jeweils gut nach vorne fahren. Nun gilt es, das Wochenende sauber zu analysieren und dann beim Finale in Hockenheim nochmals anzugreifen.“

Auch Kollege Schumacher war mit seinem Rennen nicht unzufrieden: „Nach dem erneut unglücklichen Qualifying haben wir im Rennen das Beste aus der schlechten Ausgangsposition gemacht. Strategie und Boxenstopp waren perfekt. Abgesehen von phasenweise recht starkem Untersteuern war die Balance des Autos aber okay und meine Rennpace auch. Zum Überholen war es jedoch leider zu wenig, daher lag ein Vorstoß in die Punkteränge leider nicht drin.“

„Wir wussten, dass uns auf dem Red Bull Ring eine schwierige Aufgabe bevorstehen würde“, sagte WWR-Teamchef Christian Hohenadel. „Nachdem alle Mercedes-AMG GT3 im Qualifying auf trockener Bahn nicht konkurrenzfähig waren, haben wir uns im Rennen sehr gut aus der Affäre gezogen. Die Overcut-Strategien haben bei beiden Autos sehr gut funktioniert, ebenso die Boxenstopps. Mehr ging heute nicht. Beim Finale werden die Karten wieder neu gemischt. Wir freuen uns darauf!“

Der große Showdown der DTM 2023 steigt am 21./22. Oktober auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg. Bereits am kommenden Wochenende ist die WINWARD-Mannschaft im spanischen Barcelona im Einsatz. Auf dem Circuit Catalunya geht der fünfte und letzte Lauf zum „Fanatec GT World Challenge Europe Endurance Cup powered by AWS“ über die Bühne. WWR setzt beim 3-Stunden-Rennen unweit der katalanischen Metropole einmal mehr zwei Mercedes-AMG GT3 für die Fahrertrios Marius Zug/Miklas Born/David Schumacher sowie Philip Ellis/Indy Dontje/Russell Ward ein.