Bestmögliche Ausbeute für WINWARD Racing
Maximilian Götz fährt auch im Sonntagsrennen der DTM auf dem Norisring in die Punkte. Seine Teamkollegen Auer und Schumacher gehen erneut leer aus.

Das Mercedes-AMG Team WINWARD Racing hat das Sonntagsrennen der DTM auf dem Nürnberger Norisring mit dem bestmöglichen Ergebnis beendet. Maximilian Götz (36, Uffenheim) belegte im in BWT-Farben rennenden Boliden mit der Startnummer 1 wie am Vortag als bestplatzierter Pilot eines Mercedes-AMG GT3 den sechsten Platz. Dagegen gingen seine Teamkollegen Lucas Auer (27, Kufstein) und David Schumacher (20, Salzburg) abermals leer aus.
Nachdem er mit Startposition 5 sein bestes Qualifying in dieser Saison hingelegt hatte, war Götz auch im Rennen auf dem 2,1 Kilometer langen Stadtkurs stark unterwegs, wenngleich er in der Anfangsphase eine Position einbüßte. „Mit vollen Tanks taten wir uns an diesem Wochenende extrem schwer. Mit leerer werdendem Tank und damit leichter werdenden Auto ging es dann immer besser“, analysierte der Titelverteidiger, der sich bis ins Ziel bravourös der Attacken des ihm nachfolgenden Ferrari erwehrte. Götz: „Der sechste Platz gestern und heute war das Maximum. Mehr ging einfach nicht. Positiv war, dass uns heute mal wieder ein gutes Qualifying gelungen ist. Das lässt mich optimistisch in die zweite Saisonhälfte blicken.“
Etwas weniger gut gelaunt war derweil Auftaktsieger Lucas Auer, der schon im Qualifying mit einer nicht perfekten Balance seines KNAUS Mercedes-AMGH GT3 haderte und das Rennen aus der siebten Startreihe in Angriff nehmen musste. Schon früh im Rennen meldete der Tiroler starkes Untersteuern und einen nur unwillig einlenkenden Rennwagen. „Wir waren heute einfach nicht auf Pace. Warum, das müssen wir analysieren. Es ist sehr schade, weil ich mich gerne mit einem guten Ergebnis bei meinen Mechanikern bedankt hätte, die in einer Nachtschicht mein gestern stark beschädigtes Auto wieder hergerichtet haben“, so Auer, der am Ende mit Rang 13 punktelos blieb.
Schumachers Crew zeigte am Sonntag ebenfalls einige Ringe unter den Augen, denn auch die Reparatur des RAVENOL-Boliden war erst weit nach Mitternacht beendet gewesen. Auch ihr Einsatz wurde schlecht belohnt. Bei einem Kontakt mit einem Kontrahenten zerstörte sich Schumacher bereits in Runde 5 den Kühler, worauf an eine Weiterfahrt nicht mehr zu denken war. „Ein schlechtes Wochenende“, fasste der DTM-Rookie zusammen. „Teilweise war es Pech, teilweise auch eigene Fehler. Wir werden daraus lernen und es in den nächsten Rennen besser machen.“
WWR-Teamchef Christian Hohenadel kommentierte das Rennwochenende auf dem Norisring pragmatisch: „Wenn wir in beiden Rennen bestplatziertes Mercedes-Team sind, können wir nicht viel falsch gemacht haben. Wenn dann nicht mehr als zwei sechste Plätze herausspringen, müssen die Ursachen auch woanders liegen. Ich bin jedenfalls riesig stolz auf meine Mannschaft, die mit unglaublichem Einsatz bis 3 Uhr morgens zwei stark beschädigte Rennautos wieder in einen rennfertigen Zustand versetzt hat. Diese Jungs geben niemals auf, und das werden wir auch in der zweiten Saisonhälfte nicht tun. Es stehen noch vier Rennwochenenden auf dem Programm, in denen viel passieren kann. Wir sind bereit!“
Die DTM-Teams legen nun eine sechswöchige Sommerpause ein. Schauplatz der Saisonrennen 9 und 10 ist am 27./28. August der Nürburgring.
