Podestserie von WINWARD Racing hält an
Maro Engel fährt im DTM-Sonntagsrennen auf dem Nürburgring auf Rang 2 und macht in der Tabelle Boden gut. Harter Renntag für Lucas Auer.

Mit seinem dritten Podestplatz in Folge hat Maro Engel im Sonntagsrennen auf dem Nürburgring seine Ambitionen im Kampf um den DTM-Titel 2024 deutlich gemacht. Von der Pole-Position aus gestartet, lag der 38-jährige Wahl-Monegasse im in den Farben von „130 Jahre Mercedes-Benz Motorsport“ und RAVENOL designten Mercedes-AMG GT3 bis zur 19. Rennrunde auf Siegeskurs, als ihn ein unnötiges Manöver eines Konkurrenten in einen Dreher zwang. Mit dem zweiten Schlussrang verkürzte Engel seinen Rückstand auf den Führenden in der DTM-Gesamtwertung auf 12 Punkte. Einen unglücklichen Renntag erwischte Teamkollege Lucas Auer, der die unter der Bewerbung des Mercedes-AMG Team MANN-FILTER laufende „Mamba“ an zwölfter Stelle ins Ziel brachte.
Eine Vorentscheidung fiel einmal mehr im morgendlichen Qualifikationstraining, das auf nasser und in der Folge abtrocknender Piste über die Bühne ging, was die Reifenwahl zu einer kniffligen Angelegenheit machte. Nachdem das komplette Feld zwischenzeitlich auf profillose Slicks gewechselt hatte, war es schließlich eine letzte Runde auf Regenreifen, die Maro Engel den besten Startplatz eintrug. Luggi Auer dagegen erwischte keine optimale Runde und musste sich mit Startposition 10 begnügen.
Vom Start weg hielt Engel die nachfolgenden Konkurrenten in Schach und hatte sich auch dank eines einmal mehr starken Boxenstopps der WINWARD-Crew ein kleines Polster verschafft, als sich ein Konkurrent nach dessen Reifenwechsel bei der Boxenausfahrt verschätzte und den führenden Mercedes-AMG GT3 in der ersten Kurve umdrehte. „Schade, wir hätten das Rennen natürlich gerne gewonnen und waren auch in der besten Position, bis dann passiert ist, was passiert ist. Ich denke, die Bilder sprechen für sich“, kommentierte der gebürtige Münchner die unstrittige Situation.
In der Folge verkürzte der Mercedes-AMG Pilot seinen Rückstand auf den Führenden von fast fünf auf rund zwei Sekunden, musste sich am Ende aber mit dem zweiten Platz zufrieden geben. Maro Engel nahm die wertvollen Punkte gerne mit: „Unterm Strich freuen wir uns über zwei Podestplätze hier am Nürburgring. Mein Dank gilt dem Team, das mir ein Superauto hingestellt und zwei tolle Boxenstopps hingelegt hat. Wir kämpfen weiter für den Sieg, und natürlich war es wichtig, als Dritter in der Gesamtwertung näher an die Tabellenspitze gerückt zu sein.“
Derweil wird Lucas Auer seine Pechsträhne nicht los. „Ein gebrauchter Tag“, seufzte der 29-Jährige aus Kufstein in Tirol. „Nach dem Start musste ich im Getümmel einem sich vor mir drehenden Auto ausweichen, bekam selber einige Treffer ab und verlor insgesamt fünf Positionen. Danach hatte ich nicht die Pace, um entscheidend nach vorne zu kommen. Wir haben einiges an Arbeit vor uns.“
WWR-Teamchef Christian Hohenadel zog ein insgesamt positives Fazit: „Der Nürburgring hat einmal mehr nicht enttäuscht, schon alleine wettermäßig nicht. 62.500 Zuschauer haben zwei spannende Rennen gesehen. Wir waren das ganze Wochenende vorne dabei. Der Vorfall mit Maro war so ärgerlich wie überflüssig, aber solche Dinge gehören im Rennsport eben manchmal dazu. Wir behalten den Titelkampf im Blick und freuen uns auf die nächsten Rennen.“
Das sechste Rennwochenende der DTM-Saison 2024 steigt vom 6. bis 8. September auf dem Sachsenring bei Hohenstein-Ernstthal.
