WINWARD Racing
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Versöhnliches Saisonfinale für WWR

Lucas Auer steuert seinen Mercedes-AMG GT3 beim letzten DTM-Lauf 2023 in die Top-10. David Schumacher fällt nach einem Foul zurück.

Die DTM hat sich mit einem Rennsport-Festival in die Winterpause verabschiedet. Insgesamt 88.000 Zuschauer sahen auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg zwei spannende Rennen, von denen das abschließende am Sonntag für das Mercedes-AMG Team WINWARD deutlich erfreulicher verlief als jenes am Vortag. Lucas Auer legte auf dem 4,5 Kilometer langen Grand-Prix-Kurs eine tolle Aufholjagd hin und fuhr vom 18. Startplatz aus auf den achten Schlussrang nach vorne. David Schumacher, im morgendlichen Qualifying noch schneller als sein erfahrener Teamkollege, fiel dagegen nach einer Berührung unverschuldet aus den Punkterängen und belegte am Ende die 16. Position.

Einen Tag vor seinem 22. Geburtstag hatte Schumacher nach dem Start stark begonnen und sich um zwei Positionen auf den elften Rang nach vorne gearbeitet. Von einem Mitbewerber bei voller Fahrt ins Gras gedrückt, fiel der Ravenol Mercedes-AMG GT3 dann allerdings sieben Positionen zurück. Trotz eines starken Boxenstopps der WWR-Crew bereits in der elften Runde war mehr als der 16. Schlussrang letztlich nicht mehr drin. „Der Start ging super, die ersten Runden auch. Das Auto lief gut, die Pace hat gepasst, die Top-10 waren in Sichtweite. Leider hat mir diese unfaire Aktion das Rennen zerstört. Der Unterboden meines Autos war beschädigt, es ging eigentlich nichts mehr. Vielen Dank an den Kollegen!“, ärgerte sich der Wahl-Österreicher.

Derweil arbeitete sich Auer mit einer bärenstarken Startrunde bereits auf den ersten Kilometern um fünf Positionen nach vorne, profitierte dann vom Pech des Stallgefährten und steuerte seinen Knaus-Renner zwei Umläufe nach Schumacher an die Box, wo die WWR-Crew in 5,7 Sekunden den schnellsten Boxenstopp des Tages hinlegte. Prompt lag der 29-Jährige aus Kufstein nach dem Schließen des Boxenstoppfensters an achter Stelle, die er bis ins Ziel hielt. „Nach dem schwierigen Qualifying lief es im Rennen prima. Nach dem Start war ich aggressiv unterwegs und konnte einige Positionen gutmachen. Der Boxenstopp meiner Jungs war super! Wenn man in der DTM von 18 auf 8 nach vorne fährt, muss man zufrieden sein, und das bin ich auch“, so der Tiroler.

Das Saisonfazit der beiden WWR-Piloten fällt insgesamt positiv aus. „Natürlich hatten wir vor Saisonbeginn andere Pläne, aber im Großen und Ganzen bin ich happy mit der Saison. Nach dem Crash in Daytona konnte ich froh sein, überhaupt an den Start gehen zu können. Wir hatten einige gute Rennen und Podestplätze, also bin ich insgesamt zufrieden“, meinte der letztjährige Vizemeister Auer. Kollege Schumacher ergänzt: „Meine zweite Saison in der DTM stellte sicherlich einen ordentlichen Fortschritt gegenüber der ersten dar. Nicht zuletzt angesichts des neuen Reifens haben wir uns als Team teilweise schwergetan. Es war keine einfache Saison, es gab wieder das eine oder andere Gerangel. Aber es gab einige Highlights – auch hier hatten wir übers ganze Wochenende eine gute Pace. Ich bin nicht unzufrieden.“

WINWARD-Teamchef Christian Hohenadel stimmte seinen Piloten zu: „Die Saison 2023 war keine einfache für die gesamte Mannschaft. Wir sind das eine oder andere Mal unter Wert geschlagen worden und konnten unsere eigenen hohen Ansprüche nicht ganz erfüllen. Aber das spornt uns umso mehr an, über den Winter noch härter zu arbeiten, um im nächsten Winter wieder dort mitzufahren, wo wir hingehören. Denn dass meine Mannschaft das Potenzial hat, um auch in diesem hochklassigen Teilnehmerfeld ganz vorne mitzumischen, steht für mich außer Zweifel.“

Der Saisonauftakt der DTM 2024 steigt vom 26. bis 28. April in der Motorsport Arena Oschersleben. Erneut stehen acht Rennveranstaltungen mit 16 Wertungsläufen auf dem Programm.